Translations:Conscious Dance Practices/InnerMotion/The Guidebook/Dance Resources/Embodiment/7/de
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- „Mikrofokus“: Wähle einen kleinen, oft übersehenen Körperteil – zum Beispiel deine Nasenspitze, deinen kleinen Finger, ein einzelnes Zehengelenk oder die linke Zungenseite. Richte deine ganze Aufmerksamkeit auf diesen Punkt, während du dich bewegst, und nimm die Empfindungen, Spannungen und Mikrobewegungen wahr. Erweitere diese Aufmerksamkeit nach und nach auf den Rest deines Körpers, ohne dabei an Sensibilität und Präsenz einzubüßen. Dies schärft die Feinmotorik und vertieft die Körperwahrnehmung, was zu mehr Präzision und einem intensiveren Bewegungsgefühl führt.
- „Atemgeführte Bewegung“: Konzentriere dich nicht auf den Rhythmus der Musik, sondern lass deinen Atem deine Bewegung leiten. Beim Einatmen dehne deinen Körper aus – strecke dich, hebe dich und öffne dich. Beim Ausatmen lass ihn sich zusammenziehen – rolle dich zusammen, falte dich und sinke ein. Halte zwischen den Atemzügen inne und beobachte, wie sich deine Aufmerksamkeit verändert. Diese Übung fördert die Beweglichkeit, löst Verspannungen und stärkt die Verbindung zwischen Atem und Bewegung, wodurch sich die Bewegung organischer und müheloser anfühlt.
- „Gewichtsgefühl“: Experimentieren Sie mit dem Wechsel zwischen einem Gefühl von Schwere und Erdung einerseits und Leichtigkeit und Leichtigkeit andererseits. Bewegen Sie sich, als wären Ihre Knochen mit Blei gefüllt, und machen Sie jeden Schritt bewusst, kraftvoll und tief verwurzelt. Stellen Sie dem dann einen Kontrast entgegen, indem Sie sich bewegen, als würden Sie schweben, als würden Sie im Wasser treiben oder in der Schwerelosigkeit schweben. Wechseln Sie fließend zwischen diesen Zuständen und lassen Sie Schwere und Leichtigkeit in Wellen verschmelzen. Diese Übung verfeinert die Energiekontrolle, hilft Ihnen, mit dynamischen Kontrasten zu spielen und verleiht der Bewegung mehr Ausdruck und Intention.
- „Sensorische Isolation“: Schränken Sie beim Tanzen vorübergehend einen Ihrer Sinne ein oder verstärken Sie ihn, um Ihre Körperwahrnehmung zu schärfen. Schließen Sie die Augen, um die Propriozeption und die innere Bewegungsempfindung zu verstärken. Dämpfen Sie Geräusche mit Ohrstöpseln, um auditive Reize auszublenden und sich ganz auf das Bewegungsgefühl zu konzentrieren. Fixieren Sie Ihren Blick auf einen unbeweglichen Punkt, um Veränderungen des Gleichgewichts und der räumlichen Orientierung bewusster wahrzunehmen. Experimentieren Sie mit extremer peripherer Wahrnehmung, indem Sie Bewegungen am Rand Ihres Sichtfelds wahrnehmen, anstatt sich geradeaus zu konzentrieren. Diese Übungen vertiefen die sensomotorische Anpassung und machen Sie reaktionsschneller und feinfühliger für Ihren Körper, jenseits gewohnter Bewegungsmuster.
- „Experiment zur Bewegungsinitiierung“: Initiieren Sie Bewegungen von verschiedenen Körperbereichen aus, um zu erforschen, wie sich Veränderungen in der Bewegungsinitiierung auf den Ausdruck auswirken. Beginnen Sie, indem Sie die Bewegung von Ihrem Solarplexus oder Bauch aus starten und spüren, wie die Energie von Ihrem Zentrum nach außen strömt. Initiieren Sie die Bewegung dann von Ihren Füßen aus und stellen Sie sich vor, wie die Bewegung wie ein aufsteigender Energieschub vom Boden nach oben fließt. Erforschen Sie Bewegungen, die von der Wirbelsäule geführt werden, und lassen Sie sie wellenförmig schwingen, um den Rest Ihres Körpers zu lenken. Lassen Sie schließlich Ihre Hände oder Fingerspitzen die Bewegung führen, als würden Sie Wellen im Raum erzeugen, die Ihre gesamte Körperhaltung bestimmen. Die Veränderung der Bewegungsinitiierung verbessert Koordination, Fluss und Ausdrucksvielfalt und ermöglicht so ein breiteres Spektrum an Bewegungserfahrungen.
- „Interner vs. externer Fokus“: Wechseln Sie beim Tanzen zwischen innerer und äußerer Wahrnehmung. Innere Achtsamkeit bedeutet, sich ausschließlich auf innere Empfindungen zu konzentrieren, die äußere Umgebung auszublenden und ganz in die Körperwahrnehmung einzutauchen. Äußere Achtsamkeit hingegen richtet den Fokus nach außen; man tanzt, als würde man auf die Energie des Raumes, der Menschen um einen herum oder des Raumes selbst reagieren. Schließlich kann man beides miteinander verbinden – tief mit dem eigenen Körper verbunden bleiben und gleichzeitig die Tanzfläche als interaktive Umgebung wahrnehmen. Diese Übung schärft das räumliche Vorstellungsvermögen, die Anpassungsfähigkeit und die emotionale Präsenz und lässt die Bewegungen fließender und harmonischer wirken.